
Eine Werkstatt für Künstliche Intelligenz — Kolumne, Apps, Gespräche, Lektüre.

Foto · Werkstatt Nordstadt, Düsseldorf
Hereinspaziert — in mein digitales Atelier mit dem Schwerpunkt AI & strategischer Einsatz im Arbeitsalltag. Egal ob Medienschaffende, Kreative, Kommunikatoren oder andere Bildschirmtäter hier gibt es für euch alles, damit ihr beim Thema KI dranbleiben könnt, lernt wie KI-Mehrwert entsteht, wenn nervende Arbeitsaufgaben wegfallen.
Notizen aus dem Alltag mit Maschinen, die mitdenken — manchmal mehr, manchmal weniger, als man möchte.
Was diese Woche im Atelier und drumherum hängenblieb — mit Kontext, Einschätzung und dem einen Satz, der weiterführt.
Schon 2023 forderte ein offener Brief eine sechsmonatige KI-Pause. Anthropic-Chef Dario Amodei hielt das damals für wenig sinnvoll. Jetzt verlangt er selbst ein langsameres Entwicklungstempo, damit die Sicherheitsarbeit aufholen kann. Das hat Gewicht: Hier spricht einer der wichtigsten Antreiber des KI-Wettlaufs. Anthropic will unabhängigen Prüfern dauerhaft Einblick geben; weitere Unternehmen und Staaten sollen mitziehen. Einen vollständigen Entwicklungsstopp fordert Amodei nicht.
Google bringt Gemini als eigene App auf Windows 10 und 11. Mit Alt + Leertaste lässt sich der Assistent direkt bei der Arbeit aufrufen, etwa für Textentwürfe oder Präsentationsideen. Auch Informationen aus Gmail und Drive lassen sich einbeziehen. Der praktische Fortschritt steckt im kürzeren Weg zur Hilfe: weniger Fensterwechsel, mehr KI im normalen Arbeitsablauf.
Nach den Schlagzeilen um OpenAI-Agenten bei Hugging Face zeigt Anthropic eine andere Seite des KI-Risikos: Menschen, die Claude gezielt für Cyberangriffe, Überwachung und Betrug einsetzen. Der neue Missbrauchsbericht beschreibt, wie auch einzelne Täter Aufgaben automatisierten, für die früher größere Teams nötig waren. Anthropic hat die beschriebenen Aktivitäten nach eigenen Angaben unterbunden. Für den Arbeitsalltag bleibt eine unbequeme Erkenntnis: Von produktiveren KI-Werkzeugen profitieren auch Menschen mit schlechten Absichten.
Der kanadische KI-Anbieter Cohere, spezialisiert auf Unternehmen, hat North Small Translate veröffentlicht: ein Übersetzungsmodell für mehr als 50 Sprachen, das sich auch auf eigener Infrastruktur betreiben lässt. Spannend für Teams, die ihre Daten im Haus behalten wollen. Die offenen Modellgewichte sind nur für nichtkommerzielle Nutzung freigegeben; Unternehmen benötigen für den produktiven Einsatz eine kommerzielle Lizenz.
Atelier zum Mitmachen
Wusstest du schon: Hier gibt es nicht nur etwas zu lesen, hören und gucken — du kannst auch selbst aktiv werden.
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Atelier-Zugang ansehen →02 · Eigene Arbeiten im Atelier umsetzenGemeinsam entwickeln wir aus deinem Vorhaben einen nützlichen Prototyp oder ein Werkzeug für deinen Arbeitsalltag. Oder wir helfen gezielt bei deinem Projekt in der Phase, die gerade am wichtigsten ist.
Zusammenarbeit entdecken →Kleine Werkzeuge, an einem Wochenende gebaut, weil sie fehlten. Manche bleiben, manche reisen weiter.

Ein Podcast-Notizbuch, das Interviews live transkribiert, Themen clustert und Fragen für die nächste Folge vorschlägt.
Tonspur entstand, weil ich beim dritten Interview in Folge merkte: Die spannenden Fragen kommen mir immer erst auf der Heimfahrt. Also baute ich ein Notizbuch, das mithört, Themen markiert und am Ende der Aufnahme einen Frageblock für die nächste Folge ausspuckt — ruhig, ohne Buzzer, ohne Confetti.

RSS, Newsletter und PDFs an einem Ort — mit täglicher Zusammenfassung im eigenen Schreibstil.

Briefings für Kundenprojekte: aus drei Stichworten wird ein strukturierter Workshop-Plan.

Ein KI-DJ, der aus meiner Bibliothek einen morgendlichen Soundtrack mischt.
Wie die Apps und Methoden des Ateliers konkrete Probleme im Arbeitsalltag lösen — mit Schritten, Stolpersteinen und ehrlichen Zwischenbilanzen.

Drei Wochen Tagebuch über den Versuch, mit Lesezeichen aus 240 Newslettern pro Woche eine Morgenseite zu machen.
Ein Praxisbericht aus drei Kundenprojekten — inklusive der Prompts, die nicht funktioniert haben.
Welche Schritte automatisch laufen können, welche unbedingt menschlich bleiben sollten.
Bauplan, Rollen, Routinen — und warum eine wöchentliche Stunde wichtiger ist als jedes neue Tool.
Sechs Wege, mit dem Atelier zu arbeiten — von der Leserin bis zur Kooperation.
Was passiert, wenn Organisationen KI nicht als Sparrunde, sondern als Handwerk begreifen?

„Daniel hat uns nicht ein Tool verkauft. Er hat uns eine Arbeitsweise geschenkt."
Prototypen, Ideen, offene Fragen und Beobachtungen zu AI im Arbeitsalltag — kurze Notizen aus der Werkbank.
Wie sich Vibe Coding in nur einem Jahr von einem Zeitfresser zu einem effizienten Helfer wandelte und welche Modelle heute den Unterschied machen.

Hier gehören noch weitere Beiträge aus dem Tüftel-Labor hin. Gedanken, Erlebnisse und Eindrücke rund um unsere Atelier-Projekte.

Vibe Coding wird oft als polarisierendes Thema diskutiert. Wir beleuchten jenseits von Hype und Weltuntergangsszenarien, welche Vorteile und Nachteile der Ansatz für unseren kreativen Alltag birgt und warum Kollaboration der Schlüssel zum Erfolg ist.
Eigene Folgen, fremde Fundstücke — kuratiert aus dem Atelier-Alltag. Audio und Video, ohne Algorithmus-Empfehlung.
Charlie Warzel diskutiert mit Elizabeth Spiers und Teddy Brown, was passiert, wenn KI-Texte selbstverständlich werden. Spannend für alle, die beruflich schreiben: Das Gespräch fragt nach dem Denken, das beim Formulieren entsteht – und danach, welche Arbeit wir wirklich abgeben wollen. Ein guter Anlass, die eigenen Grenzen beim KI-Einsatz zu überprüfen. Englisch.
Nathaniel Whittemore sortiert die neuen Werkzeuge der Woche nach ihrem möglichen Nutzen: Spracheingabe, Programmierung und dauerhafte Projekte. Empfehlenswert als Orientierung vor dem nächsten Tool-Test. Die produktive Frage lautet hier: Welche konkrete Aufgabe passt zu welchem Werkzeug? So wird aus der Flut an Ankündigungen eine Auswahl für den eigenen Arbeitsalltag. Englisch.
Fireship lässt Astra und Fable 5.1 dasselbe Raketenspiel bauen. Der kurze Vergleich zeigt, warum beeindruckende Optik und gutes Spielerlebnis zwei verschiedene Dinge sind. Sehenswert für alle, die mit KI gestalten: Entscheidend ist, was Menschen mit dem Ergebnis anfangen können. Zugespitzt und unterhaltsam, kein systematischer Modelltest. Englisch; enthält Werbung für Mobbin.
Beatrice Fihn überträgt Erfahrungen aus der nuklearen Rüstungskontrolle auf die KI-Debatte: Wie entsteht Vertrauen zwischen Rivalen, und was bedeutet menschliche Kontrolle bei autonomen Waffen? Empfehlenswert, weil das Gespräch konkrete politische Möglichkeiten hinter den großen Warnungen sichtbar macht. Die Perspektive des für KI-Sicherheit engagierten Future of Life Institute ist dabei klar erkennbar. Englisch.
Ben Thompson verbindet die alte Produktivitätsregel „Schreib es auf“ mit der neuen Welt der KI-Agenten. An eigenen Arbeitsabläufen zeigt er, was Notizen, Aufgabenlisten und gespeicherter Kontext ermöglichen. Ein anregender Blick für alle, die sich eine digitale Assistenz bauen wollen: Das System rund um das Modell verdient ebenso viel Aufmerksamkeit wie das Modell selbst. Englisch; Audio nach Anmeldung.
Mit Matthew Cassinelli diskutiert die Runde, was Apples neue Siri für die Bedienung und Automatisierung von Apps bedeutet. Interessant ist der Blick auf Entwickler und praktische Grenzen: Ob eine Assistenz nützlich wird, entscheidet sich auch an den Schnittstellen zu unseren Werkzeugen. Dazu kommt ein breiter Rückblick auf die KI-Woche. Englisch.
Notizbuch
Halbgare Gedanken, die jemand vielleicht zu Ende denken mag. Vote, kommentiere — oder reich eine eigene ein.
Lade Ideen …
Was diese Woche auf dem Nachttisch lag — und sich gelohnt hat.

Daniel Fienes Newsletter bringt dir seine fünf Internetfavoriten der Woche — und das Wichtigste aus dem AI Atelier. Persönlich ausgewählt, ohne Hektik und ohne Tracking.